Apulien Sehenswürdigkeiten: Die 15 schönsten Orte und Highlights
Historische Städte, weiß getünchte Dörfer, außergewöhnliche Küstenlandschaften und jahrhundertealte Kultur: Apulien zählt zu den abwechslungsreichsten Regionen Italiens. Zwischen dem Gargano im Norden und Santa Maria di Leuca im äußersten Süden liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die sich hervorragend auf einer Rundreise entdecken lassen.
Zu den bekanntesten Highlights gehören die Trulli von Alberobello, die Klippen von Polignano a Mare und die Barockstadt Lecce. Doch auch kleinere Orte wie Locorotondo und Cisternino, die Hafenstädte Trani und Monopoli sowie die Küsten des Salento lohnen einen Besuch.
In diesem Artikel findest du 15 der schönsten Sehenswürdigkeiten Apuliens mit konkreten Tipps zum Zeitbedarf und zur Reiseplanung. Da die Region sehr langgestreckt ist, solltest du nicht versuchen, alle Ziele in wenigen Tagen abzuhaken. Für eine erste Reise bietet sich eine Kombination aus dem Valle d’Itria und dem Salento an.
Karte der schönsten Sehenswürdigkeiten in Apulien
Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich über eine Strecke von mehreren Hundert Kilometern. Damit du die wichtigsten Ziele auf einen Blick erkennst und deine Route leichter planen kannst, haben wir die Orte auf der interaktiven Karte in drei Kategorien eingeteilt:
- 🔴 Top 1 – Must-Sees: Sieben Orte aus unserer Top-15-Liste, die du bei deiner ersten Apulien-Reise möglichst nicht verpassen solltest.
- 🟡 Top 2 – Sehenswerte Stopps: Neun weitere lohnende Ziele. Acht davon gehören ebenfalls zu den 15 Sehenswürdigkeiten dieses Artikels. Hinzu kommt Matera, das zwar in der benachbarten Basilikata liegt, sich aber hervorragend als Ausflugsziel von Apulien aus eignet.
- 🟢 Top 3 – Optional bei Gelegenheit: Weitere interessante Orte und Zwischenstopps, auf die wir in diesem Artikel nicht näher eingehen. Sie bieten sich an, wenn sie günstig auf deiner Route liegen oder du etwas mehr Zeit mitbringst.
So kannst du schnell unterscheiden, welche Orte zu den wichtigsten Highlights gehören und welche sich bei ausreichend Zeit zusätzlich in deine Rundreise integrieren lassen.
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Eine konkrete Route durch den Süden der Region findest du in unserer Apulien-Rundreise für 8 Tage. Sie verbindet unter anderem Lecce, Otranto, Gallipoli, Santa Maria di Leuca, Ostuni, Alberobello, Polignano a Mare und Monopoli.
1. Lecce: Barockstadt im Herzen des Salento
Lecce wird wegen seiner aufwendig verzierten Kirchen und Palazzi häufig als „Florenz des Südens“ bezeichnet. Der helle und vergleichsweise weiche Kalkstein der Region ermöglichte besonders detailreiche Fassaden mit Figuren, Pflanzen und Ornamenten. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Basilica di Santa Croce, die Piazza del Duomo und die Piazza Sant’Oronzo mit den Überresten des römischen Amphitheaters.
Beginne deinen Rundgang an der Porta Napoli oder der Porta Rudiae und erkunde die Altstadt zu Fuß. Neben den bekannten Bauwerken lohnt es sich, auf kleine Innenhöfe und Werkstätten zu achten. Lecce ist unter anderem für Figuren und Dekorationen aus Pappmaché bekannt. Für eine Pause passen ein Caffè leccese mit Mandelmilch und ein mit Creme gefülltes Pasticciotto.
Nicht verpassen: Basilica di Santa Croce und Piazza del Duomo
Zeitbedarf: mindestens 3–4 Stunden, besser ein ganzer Tag
Gut kombinierbar mit: Otranto oder einem längeren Aufenthalt im Salento
Warum im Salento römische, byzantinische, normannische und weitere kulturelle Einflüsse aufeinandertreffen, erfährst du in unserem Überblick über die Geschichte Apuliens.
2. Alberobello: Die berühmten Trulli Apuliens
Alberobello ist für seine weiß gekalkten Trulli mit kegelförmigen Steindächern weltbekannt. Besonders viele dieser traditionellen Gebäude stehen in den Vierteln Rione Monti und Aia Piccola. Das zusammenhängende Trulli-Ensemble gehört seit 1996 zum UNESCO-Welterbe.
Rione Monti bietet die größte Dichte an Trulli, ist mit seinen Geschäften und Souvenirläden aber auch besonders touristisch. Aia Piccola wirkt ruhiger und wird teilweise noch bewohnt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der zweistöckige Trullo Sovrano, die Trullo-Kirche Sant’Antonio und der Aussichtspunkt Belvedere Santa Lucia.
Nicht verpassen: Rione Monti, Aia Piccola und Trullo Sovrano
Zeitbedarf: etwa 3 Stunden
Gut kombinierbar mit: Locorotondo und Cisternino
Planungstipp: Möglichst früh am Morgen oder gegen Abend besuchen
3. Polignano a Mare: Spektakuläre Klippen und Meerblick
Polignano a Mare liegt auf hohen Kalksteinklippen über der Adria. Das bekannteste Motiv ist die kleine Bucht Lama Monachile, die zwischen steilen Felswänden liegt und von einer historischen Brücke überspannt wird. In der darüberliegenden Altstadt führen verwinkelte Gassen zu mehreren Aussichtsterrassen über dem Meer.
Zu den weiteren Wahrzeichen gehören die Statue des hier geborenen Sängers Domenico Modugno und die Gedichte, die an Treppen, Türen und Hauswänden zu entdecken sind. Lama Monachile ist im Sommer oft sehr voll und eignet sich eher für einen kurzen Besuch als für einen entspannten Strandtag. Eine Bootsfahrt eröffnet einen anderen Blick auf die zahlreichen Meereshöhlen entlang der Küste.
Nicht verpassen: Blick von der Brücke auf Lama Monachile
Zeitbedarf: etwa 2–4 Stunden
Gut kombinierbar mit: Monopoli
Planungstipp: Außerhalb der Altstadt parken und den Ort zu Fuß erkunden
4. Monopoli: Weiße Altstadt und alter Fischerhafen
Monopoli verbindet eine verwinkelte Altstadt mit einem bis heute genutzten Hafen. Besonders charakteristisch sind die kleinen blau gestrichenen Fischerboote im Porto Antico. Von dort gelangst du zu Fuß zur Kathedrale Madonna della Madia, zum Castello Carlo V und zur historischen Stadtmauer.
Direkt unterhalb der Altstadt liegen mehrere kleine Buchten. Die Cala Porta Vecchia eignet sich im Sommer für eine kurze Abkühlung, kann aber schnell voll werden. Monopoli wirkt trotz seiner zunehmenden Bekanntheit vielerorts noch wie eine lebendige süditalienische Hafenstadt und eignet sich besonders gut für einen entspannten Abend.
Nicht verpassen: Porto Antico und Spaziergang entlang der Stadtmauer
Zeitbedarf: etwa 3–4 Stunden
Gut kombinierbar mit: Polignano a Mare oder den Grotte di Castellana
5. Ostuni: Die weiße Stadt auf dem Hügel
Ostuni ist schon aus der Ferne an seiner weiß gekalkten Altstadt zu erkennen. Die sogenannte Città Bianca liegt auf einem Hügel über Olivenhainen und der nahen Adriaküste. Zwischen Treppen, Bögen und engen Gassen führt der Weg hinauf zur Kathedrale Santa Maria Assunta und zum reich verzierten Arco Scoppa.
Für den schönsten Gesamteindruck lohnt sich zusätzlich ein Aussichtspunkt außerhalb der Altstadt. Von dort sind die dicht übereinanderstehenden weißen Häuser besonders gut zu erkennen. In der historischen Stadt selbst solltest du dich nicht ausschließlich an einer festen Route orientieren: Viele der schönsten Ecken liegen abseits der Hauptgassen.
Nicht verpassen: Kathedrale, Arco Scoppa und Blick auf die weiße Altstadt
Zeitbedarf: etwa 3–4 Stunden
Gut kombinierbar mit: Cisternino oder Locorotondo
Planungstipp: Bequeme Schuhe tragen, da es viele Steigungen und Treppen gibt
6. Otranto: Mosaike, Festungsmauern und Adriaküste
Otranto besitzt eine kompakte, von Mauern umgebene Altstadt direkt am Meer. Das bedeutendste Bauwerk ist die Kathedrale Santa Maria Annunziata mit ihrem großflächigen mittelalterlichen Bodenmosaik. In einer Seitenkapelle werden außerdem die Gebeine der Märtyrer aufbewahrt, die bei der osmanischen Eroberung von 1480 ums Leben kamen.
Durch die Porta Alfonsina gelangst du in die Gassen zwischen Hafen, Stadtmauer und Castello Aragonese. Der geografisch östlichste Punkt Italiens liegt nicht unmittelbar in der Altstadt, sondern am einige Kilometer entfernten Capo d’Otranto. Besonders stimmungsvoll ist Otranto am späten Nachmittag und am Abend, wenn die Tagestouristen den Ort langsam verlassen.
Nicht verpassen: Kathedrale und Castello Aragonese
Zeitbedarf: etwa 3–5 Stunden
Gut kombinierbar mit: Grotta della Poesia, Torre dell’Orso oder Baia dei Turchi
7. Locorotondo: Weißes Dorf im Valle d’Itria
Locorotondo verdankt seinen Namen dem kreisförmigen Grundriss der historischen Altstadt. Das Zentrum ist geprägt von gepflegten weißen Häusern, blumengeschmückten Balkonen und den typischen spitzen Cummerse-Dächern. Im Vergleich zum nahe gelegenen Alberobello wirkt der Ort meist ruhiger.
Von den Aussichtsterrassen am Rand der Altstadt blickst du über Weinberge, Olivenhaine und verstreute Trulli im Valle d’Itria. Locorotondo ist außerdem für seinen gleichnamigen Weißwein bekannt. Der Ort eignet sich weniger für das Abhaken einzelner Sehenswürdigkeiten als für einen entspannten Rundgang durch die Gassen.
Nicht verpassen: Aussicht über das Valle d’Itria
Zeitbedarf: etwa 2 Stunden
Gut kombinierbar mit: Alberobello und Cisternino
8. Castel del Monte: Das rätselhafte Schloss Friedrichs II.
Das Castel del Monte ist eines der außergewöhnlichsten Bauwerke Apuliens. Die im 13. Jahrhundert unter Kaiser Friedrich II. errichtete Anlage besitzt einen achteckigen Grundriss, acht ebenfalls achteckige Türme und eine auffallend geometrische Architektur. Seit 1996 gehört das Schloss zum UNESCO-Welterbe.
Seine ursprüngliche Funktion ist bis heute nicht abschließend geklärt. Die Anlage besitzt Merkmale einer repräsentativen Residenz, eines Machtsymbols und einer Festung, weist aber einige für eine klassische Burg ungewöhnliche Besonderheiten auf. Das Schloss steht weithin sichtbar auf einer Anhöhe in der Landschaft der Murge.
Nicht verpassen: Innenhof und Blick über die Murgia
Zeitbedarf: etwa 1,5–2 Stunden zuzüglich Anfahrt
Gut kombinierbar mit: Trani
Planungstipp: Öffnungszeiten, Tickets und die aktuelle Zufahrtsregelung vorher prüfen
9. Gallipoli: Inselaltstadt am Ionischen Meer
Die historische Altstadt von Gallipoli liegt auf einer kleinen Insel, die über eine Brücke mit dem neueren Stadtgebiet verbunden ist. Direkt am Übergang steht das Castello Angioino-Aragonese. Innerhalb der Stadtmauer führen enge Gassen zur barocken Kathedrale Sant’Agata, zu historischen Palazzi und zum kleinen Stadtstrand Spiaggia della Purità.
Ein Rundgang entlang der äußeren Stadtmauer bietet immer wieder Ausblicke auf das Ionische Meer. Besonders schön ist Gallipoli am späten Nachmittag, da die Westlage gute Bedingungen für einen Sonnenuntergang über dem Wasser schafft. Die Stadt ist außerdem für Fisch, Meeresfrüchte und ihre Geschichte als Handelsplatz für Lampenöl bekannt.
Nicht verpassen: Rundgang auf der Stadtmauer und alter Hafen
Zeitbedarf: etwa 3–5 Stunden
Gut kombinierbar mit: einem Strand im südlichen Salento
Planungstipp: Möglichst im neueren Stadtgebiet vor der Brücke parken
10. Santa Maria di Leuca: Am südlichen Ende des Salento
Santa Maria di Leuca liegt an der Spitze des italienischen Stiefelabsatzes. Der Ort wird traditionell als Treffpunkt von Adria und Ionischem Meer bezeichnet, auch wenn die genaue geografische Grenze nicht direkt vom Ufer aus erkennbar ist. Oberhalb des Hafens befinden sich das Santuario di Santa Maria de Finibus Terrae und der weithin sichtbare Leuchtturm.
Über eine monumentale Treppe gelangst du zur Uferpromenade mit historischen Villen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders sehenswert ist die felsige Küste mit ihren zahlreichen Meeresgrotten. Eine Bootsfahrt kann je nach Anbieter auf die adriatische, die ionische oder beide Küstenseiten führen und hängt immer von Wind und Wellengang ab.
Nicht verpassen: Aussicht vom Santuario und Bootsfahrt zu den Grotten
Zeitbedarf: mindestens ein halber Tag
Gut kombinierbar mit: Gallipoli oder einer Fahrt entlang der östlichen Küstenstraße
Planungstipp: Bootstour in der Hauptsaison vorab reservieren
11. Cisternino: Gassen und Fornelli im Valle d’Itria
Cisternino ist kleiner als viele andere Orte dieser Liste, besitzt aber eine besonders angenehme Atmosphäre. Die weiße Altstadt besteht aus engen Gassen, Torbögen, Treppen und kleinen Plätzen. Da es nur wenige klassische Sehenswürdigkeiten gibt, lässt sich der Ort ohne feste Route erkunden.
Bekannt ist Cisternino vor allem für seine Metzgereien mit angeschlossenem Fornello pronto. Dort wählst du Fleisch, Bombette oder Spieße an der Theke aus und lässt sie direkt grillen. Deshalb lohnt sich ein Besuch besonders am späten Nachmittag oder zum Abendessen.
Nicht verpassen: Abendessen in einem traditionellen Fornello
Zeitbedarf: etwa 2 Stunden zuzüglich Essen
Gut kombinierbar mit: Ostuni und Locorotondo
Weitere Spezialitäten für deine Reise findest du in unserem Artikel über 12 typische Gerichte aus Apulien.
12. Trani: Romanische Kathedrale direkt am Meer
Das Wahrzeichen von Trani ist die Kathedrale San Nicola Pellegrino, die unmittelbar am Meer steht. Der helle Kalkstein und die Lage an der Hafenpromenade machen sie zu einem der eindrucksvollsten Kirchenbauten Apuliens. Direkt daneben befindet sich das mittelalterliche Castello Svevo.
Auch abseits der beiden großen Bauwerke lohnt ein Rundgang durch die Altstadt und das historische jüdische Viertel. Rund um den eleganten Hafen befinden sich Restaurants, Bars und Cafés. Am späten Nachmittag wird die helle Fassade der Kathedrale besonders warm beleuchtet.
Nicht verpassen: Kathedrale und Castello Svevo
Zeitbedarf: etwa 3 Stunden
Gut kombinierbar mit: Castel del Monte
Planungstipp: Bis zum späten Nachmittag oder Abend bleiben
13. Grotta della Poesia und Roca Vecchia
Die Grotta della Poesia ist ein kreisförmiges, mit dem Meer verbundenes Naturbecken an der Adriaküste. Sie gehört zum archäologischen Gebiet von Roca Vecchia, dessen Geschichte bis weit in die Bronzezeit zurückreicht. In der kleineren Grotta della Poesia Piccola wurden zahlreiche antike Inschriften und Gravuren gefunden.
Wichtig für deinen Besuch: Die Grotta ist heute keine frei zugängliche Badegrotte. Baden und Springen sind aus Sicherheits- und Schutzgründen verboten. Seit dem 18. Juli 2026 kostet der reguläre Eintritt in das archäologische Gebiet 5 Euro. Öffnungszeiten und Preise können sich ändern und sollten vor dem Besuch auf der offiziellen Website von ArcheoRoca geprüft werden.
Nicht verpassen: Küstenlandschaft und archäologisches Gebiet von Roca Vecchia
Zeitbedarf: etwa 1–1,5 Stunden
Gut kombinierbar mit: Torre dell’Orso und Otranto
Wichtig: Die Grotte nur besichtigen und das Badeverbot beachten
14. Parco Nazionale del Gargano: Wälder, Steilküsten und weiße Dörfer
Der Nationalpark Gargano zeigt eine vollkommen andere Seite Apuliens. Die Landschaft reicht von hellen Steilküsten und Meeresgrotten bis zum dichten Wald der Foresta Umbra. An der Küste gehören Vieste und Peschici zu den bekanntesten Orten; im Landesinneren führen Wanderwege durch Buchenwälder und über das hügelige Gargano-Massiv.
Der Gargano lässt sich wegen seiner Entfernung zu den Sehenswürdigkeiten im Süden nicht sinnvoll als kurzer Zwischenstopp einplanen. Wenn du die Region näher kennenlernen möchtest, solltest du mindestens zwei Übernachtungen vorsehen. Mit dem Auto bist du am flexibelsten, allerdings sind einige Straßen kurvenreich und die Fahrzeiten länger, als die Entfernungen zunächst vermuten lassen.
Nicht verpassen: Vieste, Foresta Umbra und die Küstenlandschaft
Zeitbedarf: mindestens 2–3 Tage
Gut kombinierbar mit: Peschici und Monte Sant’Angelo
Planungstipp: Als eigene Etappe einer längeren Apulien-Rundreise behandeln
15. Bari: Lebendige Hauptstadt Apuliens
Bari ist nicht nur Ankunftsort für viele Apulien-Reisen, sondern besitzt eine sehenswerte historische Altstadt. Im Zentrum von Bari Vecchia stehen die Basilica di San Nicola und die Kathedrale San Sabino. Zwischen den beiden Kirchen erstreckt sich ein dichtes Netz aus Gassen, kleinen Plätzen und bewohnten Innenhöfen.
Besonders bekannt ist die Strada Arco Basso, die häufig als „Straße der Orecchiette“ bezeichnet wird. Hier stellen Frauen vor ihren Häusern die für Apulien typische Pasta her. Ergänze den Altstadtrundgang durch einen Spaziergang an der Uferpromenade Lungomare Nazario Sauro oder zum Castello Svevo.
Nicht verpassen: Basilica di San Nicola und Bari Vecchia
Zeitbedarf: mindestens ein halber Tag
Gut kombinierbar mit: Polignano a Mare
Planungstipp: Das Auto außerhalb der Altstadt abstellen oder mit dem Zug anreisen
Weitere Ausflugsziele rund um Apulien
Grotte di Castellana
Die Grotte di Castellana gehören zu den bekanntesten Höhlensystemen Italiens und liegen günstig zwischen Alberobello, Monopoli und dem Valle d’Itria. Besucher können gewöhnlich zwischen einer kürzeren Führung und einer längeren Route bis zur hellen Grotta Bianca wählen.
Auch im Sommer ist es in den Höhlen deutlich kühler als draußen. Eine leichte Jacke und rutschfeste Schuhe sind deshalb sinnvoll. Tickets solltest du besonders in der Hauptsaison vorab reservieren, am besten auf der offiziellen Website.
Nicht verpassen: Die Grotta Bianca am Ende der vollständigen Führung
Zeitbedarf: etwa 50 Minuten für die kurze oder 100 Minuten für die vollständige Route
Gut kombinierbar mit: Alberobello oder Monopoli
Planungstipp: Wenn es deine Zeit erlaubt, wähle die vollständige Tour – nur sie führt bis zur Grotta Bianca. Eine leichte Jacke und rutschfeste Schuhe sind empfehlenswert.
Matera: Historische Höhlenstadt in der Basilikata
Matera liegt zwar nicht in Apulien, sondern in der benachbarten Region Basilikata, lässt sich aber gut als Tagesausflug in eine Apulien-Reise integrieren. Berühmt ist die Stadt für ihre Sassi – jahrhundertealte Wohnhäuser, Kirchen und Höhlen, die in den Felsen einer tiefen Schlucht gebaut wurden. Gemeinsam mit dem Park der Felsenkirchen gehören sie zum UNESCO-Welterbe.
Bei einem Rundgang durch die Viertel Sasso Caveoso und Sasso Barisano entdeckst du verwinkelte Treppen, Aussichtsterrassen und in den Fels geschlagene Räume. Einen besonders eindrucksvollen Blick auf die Stadt bietet die gegenüberliegende Murgia-Hochebene.
Nicht verpassen: Sasso Caveoso, Sasso Barisano und den Blick über die Gravina-Schlucht
Zeitbedarf: mindestens ein halber Tag, besser ein ganzer Tag
Gut erreichbar von: Bari, Alberobello und dem nördlichen Valle d’Itria
Planungstipp: Bequeme Schuhe tragen und Matera wegen der vielen Treppen und Steigungen nicht mit zu vielen weiteren Zielen verbinden
Wie viele Tage solltest du für Apulien einplanen?
Für eine erste Reise durch das Valle d’Itria und den Salento sind sieben bis zehn Tage ideal. In diesem Zeitraum kannst du die wichtigsten Städte und Küstenorte besuchen, ohne jeden Tag die Unterkunft wechseln zu müssen. Eine konkrete Route mit passenden Tagesetappen findest du in unserer Apulien-Rundreise in 8 Tagen.
Eine sinnvolle Aufteilung besteht aus zwei Standorten:
- Drei bis vier Nächte im Valle d’Itria, beispielsweise bei Ostuni, Monopoli oder Cisternino
- Vier bis fünf Nächte im Salento, beispielsweise bei Lecce oder zwischen Lecce und Otranto
Möchtest du zusätzlich Bari, Trani, Castel del Monte und den Gargano besuchen, solltest du eher zehn bis vierzehn Tage einplanen und eine weitere Unterkunft im Norden wählen.
Benötigst du in Apulien einen Mietwagen?
Bari, Polignano a Mare, Monopoli und Lecce sind grundsätzlich mit der Bahn erreichbar. Für kleinere Orte, Strände, Masserien und den Gargano ist ein Auto jedoch deutlich praktischer. Gerade im Valle d’Itria und im Salento lassen sich dadurch mehrere nahe gelegene Ziele flexibel miteinander verbinden.
Beachte, dass viele historische Stadtzentren als verkehrsbeschränkte Zonen ausgewiesen sind. Parke besser auf offiziellen Parkplätzen außerhalb der Altstadt, statt mit dem Auto möglichst nah an das Zentrum heranzufahren.
Fazit: Apuliens Sehenswürdigkeiten auf einer Rundreise entdecken
Apulien vereint auf engem Raum einige der charakteristischsten Landschaften und Städte Süditaliens. Alberobello und das Valle d’Itria stehen für Trulli und weiße Dörfer, Lecce und Otranto für die vielschichtige Geschichte des Salento. Polignano a Mare, Gallipoli und Santa Maria di Leuca zeigen die unterschiedlichen Küsten an Adria und Ionischem Meer.
Versuche nicht, alle 15 Sehenswürdigkeiten in wenigen Tagen zu besuchen. Wähle stattdessen zwei oder drei geografische Schwerpunkte und verbinde nahe gelegene Orte miteinander. Weitere Informationen zu möglichen Reisezielen, Unterkünften und Routen findest du in unserer großen Apulien-Übersicht.
Welche Sehenswürdigkeit in Apulien hat dich am meisten beeindruckt? Schreib deine Empfehlung gerne in die Kommentare.
